Aktuelle Fragen zur Physiotherapie in der Corona-Krise – und meine Antworten darauf.

Müssen physiotherapeutische Praxen nicht geschlossen werden?

Die Bundesregierung hat am 22. März erklärt, dass physiotherapeutische Praxen zur Aufrechterhaltung der medizinischen Versorgung geöffnet bleiben. Von der Schließung sind derzeit nur Einrichtungen betroffen, die ausschließlich Massagen oder Fitness-Training anbieten.
Meine Praxis war zu Beginn der Pandemie für drei Wochen geschlossen, weil meine Patienten – nachvollziehbar – aus Unsicherheit zunächst auf Behandlungen verzichteten. Bitte bedenken Sie, dass ich einen dauerhaften und regelmäßigen Praxisbetrieb nur anbieten kann, wenn auch wieder ausreichend Patienten zur Behandlung kommen. Dass dies „gefahrlos“ möglich ist, möchte ich Ihnen an dieser Stelle erläutern.

Darf ich trotz Kontaktverbot zur Behandlung in die Praxis kommen?

Ja! Die Bundesregierung hat erklärt, dass physiotherapeutische Praxen zur ambulanten Grundversorgung gehören. Wer eine ärztliche Verordnung zur Physiotherapie hat, kann weiterhin zum Termin kommen bzw. neue Termine vereinbaren. Dafür benötigen Sie als Patient auch keine Sondergenehmigung oder weitere Bestätigung des verordnenden Arztes. Wichtig: Für Patienten mit dauerhaftem Behandlungsbedarf gibt es nun auch die Möglichkeit, die Verordnung bzw. das Folgerezept telefonisch beim Arzt zu beantragen.

Welche Behandlungen sind unter den aktuellen Bedingungen möglich?

Alle ärztlich verordneten Behandlungen sind notwendig und daher selbstverständlich auch weiterhin möglich. Reine Präventionsbehandlungen, denen keine Verordnung zugrunde liegt, sind nach dieser Definition medizinisch nicht erforderlich und dürfen von mir daher derzeit nicht erbracht werden.

Wie ist es um die Hygiene bestellt – werden Schutzmaßnahmen getroffen?

Hygiene sowie der aktive und passive Schutz von Patienten und Therapeuten sind aktuell das Gebot der Stunde:

Mund-/Gesichtsschutz:
Das Tragen von Masken ist aktuell empfohlen, jedoch nicht verbindlich vorgeschrieben. Ich trage in der Regel bis auf weiteres während der Behandlungen eine Mund-/Nasenmaske und würde mich freuen, wenn auch Sie sich dazu entschließen können. Gerne dürfen Sie eigene Masken mitbringen.

Handschuhe:
Ich trage in der Regel bis auf weiteres während der Behandlungen latexfreie medizinische Handschuhe. Ich würde mich freuen, wenn Sie dies akzeptieren.

Desinfektion:
Behandlungsbank sowie sämtliche benutzten Geräte und Gegenstände werden – zusätzlich zur obligatorischen Reinigung – nach jeder Behandlung mit einem viruziden Desinfektionsmittel behandelt. Die Desinfektion meiner Hände vor und nach jeder Behandlung ist bereits jetzt Standard. Gerne biete ich auch Ihnen diese Möglichkeit an. Von mir gestellte Textilien (z.B. Laken) werden bei 60° bzw. 95° gewaschen und mit einer „begrenzt viruziden“ Hygienespülung behandelt.

Und wie ist es bei der Behandlung mit dem notwendigen Abstand?

Die Einhaltung eines Abstandes ist nach den Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts (RKI) für den Schutz der Allgemeinbevölkerung untereinander gedacht. Innerhalb von medizinischen Maßnahmen muss dieser Sicherheitsabstand nicht angewendet werden, wenn die medizinische Maßnahme dies erfordert. Dies ist bei einer physiotherapeutischen Behandlung nachvollziehbar gegeben. Umso wichtiger ist die Einhaltung der auf dieser Seite beschriebenen Standards – zu Ihrer und meiner Sicherheit.

Wie bin ich vor und nach der Behandlung vor Kontakten geschützt – was ist mit meiner Begleitperson?

Wenn Sie schon zur Behandlung bei mir waren, kennen Sie das bereits: Sie treffen nur im Ausnahmefall auf den vor oder nach Ihnen terminierten Patienten. Ich plane für Ihre Behandlung stets ausreichend Zeit zum Umkleiden und für Terminabsprachen ein. Sollten sich dennoch weitere Patienten z.B. im Wartezimmer befinden, kann ich problemlos für räumliche Trennung sorgen. Je nach Situation muss ich eine Begleit- bzw. Abholperson aber bitten, z.B. im Fahrzeug zu warten.